Schlaganfall

Unsere Praxis ist eine Schwerpunktpraxis für cerebro-vaskuläre Erkrankungen, sowohl für die Betreuung von Betroffenen als auch zur Beratung und Beurteilung von Risikofaktoren zur Einschätzung des individuellen Risikoprofils.
Der Schlaganfall ist immer noch eine der folgenschwersten Erkrankungen in der Medizin. In der Todesursachen-Statistik liegt er an dritter Stelle nach dem Herzinfarkt und Krebserkrankungen und als Ursache für bleibende Behinderung rangiert er an erster Stelle. 85 % aller Schlaganfälle sind durch Mangeldurchblutungen im Gehirn bedingt, 10 bis 12 % durch Blutungen. In den letzten Jahren sind eine Reihe von diagnostischen Untersuchungsmethoden und neue therapeutische Möglichkeiten in der Behandlung aber auch in der Verhinderung des Auftretens von Schlaganfällen entwickelt worden.
Während die Behandlung des akuten schweren Schlaganfalls meist im Krankenhaus stattfindet, fällt der weite Bereich der Prävention, also der Verhinderung von Schlaganfällen, der Behandlung der Risikofaktoren und der Nachbehandlung nach Schlaganfällen in den ambulanten Bereich. Die Betreuung von Schlaganfall-Patienten gehört zum einen in die Hände des Hausarztes und Internisten, zum anderen aber immer auch begleitend in die des Neurologen.
Oftmals wird in internistischen Kliniken die Ursache eines Schlaganfalles nicht genau zugeordnet, weil ein Neurologe vor Ort nicht konsultiert werden konnte. In diesen Fällen können wir nochmals eine diagnostische Einschätzung durchführen.
Während Lebensalter, Geschlecht und die genetische Anlage nicht änderbare Risikofaktoren darstellen, bestehen für den Großteil der sonstigen Risikofaktoren Möglichkeiten der Beeinflussung. Beim Bluthochdruck ist eine Risikoreduktion bezüglich eines Schlaganfalls um bis zu 50% möglich. Das Einstellen des Rauchens, sowie körperliche regelmäßige Bewegung reduziert das Risiko ebenfalls deutlich. Bei der Ernährung sollte auf einen hohen vegetarischen Anteil mit weitgehendem Verzicht auf tierisches Eiweiß geachtet werden, der Genuss von Alkohol in geringen Mengen ist erlaubt. Der Blutzucker sollte optimal eingestellt sein, desgleichen die Blutfette. Eine Gewichtsnormalisierung ist ganz entscheidend.
Bezüglich all dieser Risikofaktoren beraten wir Sie gerne ausführlich.
Ganz wichtig ist aber auch die Betreuung von Patienten nach erfolgtem Schlaganfall mit regelmäßigen Nachuntersuchungen, insbesondere der Halsgefäße mit der Ultraschalltechnik (farbcodierte Duplexuntersuchung). Zusammen mit einer zweiten Praxis in München ist unser Praxiszentrum das Einzige, welche auch mit dieser Technik die Gefäße im Kopf selbst untersuchen kann.
Für die Verhinderung des Auftretens eines zweiten Schlaganfalles gibt es Medikamente, die in die Gerinnung eingreifen (Aspirin, Clopidogrel, Marcumar).
Wir beraten Sie diesbezüglich und verordnen die Medikamente. Falls körperliche Einschränkungen nach einem Schlaganfall bestehen, ist eine regelmäßige kranken- und ergotherapeutische Therapie wichtig, was wir in die Wege leiten und regelmäßig den Therapieverlauf überprüfen. In schwierigen Fällen helfen wir Ihnen, auch eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme zu beantragen.
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