Restless legs-Syndrom = das Syndrom der unruhigen Beine

Was ist ein Restless legs-Syndrom (RLS)?

Das Beschwerdebild umfasst meist ein unangenehmes Kribbeln der Beine mit Ameisenlaufen oder auch Schmerzen, begleitet von einem Bewegungsdrang, besonders am Abend und in Ruhe.

Das RLS tritt relativ selten schon in jungen Jahren auf, meistens in der Mitte des Lebens zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Die Symptome können sich mit zunehmendem Alter verstärken.

Ein Kribbeln und Ziehen in den Beinen sind typische Anzeichen

Die Beschwerden werden von den Patienten als Kribbeln, Reißen, Stechen, Jucken oder Ziehen beschrieben und bringen die daran Erkrankten oft zur Verzweiflung. Der Schlaf kann so gestört sein, dass es zu vermehrter Tagesmüdigkeit kommt. Die Lebensqualität ist dann oft sehr eingeschränkt.

Die Erkrankung ist sehr häufig, man nimmt an, dass 10% der Gesamtbevölkerung an einem RSL leiden. Die überwiegende Zahl der Patienten ist nicht behandlungsbedürftig, für die schwereren Fälle gibt es aber eine therapeutische Möglichkeiten.

Die Ursache der Erkrankung ist nicht geklärt. Man geht von einer falschen Übertragung von Nervenimpulsen im Gehirn oder Rückenmark aus, möglicherweise kommt eine Fehlschaltung auch im zentralen Nervensystem dazu. Die Erkrankung ist Gegenstand intensiver Forschung in den letzten Jahren.

Das RLS kann aber auch durch andere Störungen, wie z.B. Eisenmangel oder Schilddrüsenüberfunktion sowie bei Niereninsuffizienz (Dialysepatienten) ausgelöst werden.

Eine Polyneuropathie (Nervenentzündung der Beine) muss neurologisch abgegrenzt werden.

Die Kriterien zur Diagnose eines Restless-legs-Syndroms sind:

1.    Bewegungsdrang der Beine, meist kombiniert mit Kribbelgefühlen oder brennenden Schmerzen.
2.    Auftreten in Ruhesituationen (Sitzen/Liegen) und abendliche Betonung
3.    Besserung der Beschwerden vorübergehend durch Umhergehen und Bewegung.

Behandlung des Restless Legs-Syndrom

 

Erste Maßnahmen können kalte Fußbäder vor dem Einschlafen, Massagen, Bürstungen und das Einhalten von regelmäßigen Schlafzeiten sein. Abends sollte schweres Essen oder Leistungssport vor dem Schlafengehen vermieden werden. Ein Eisenmangel sollte durch Eisentabletten ausgeglichen werden.

Helfen diese Maßnahmen nicht, sprechen fast alle Patienten gut auf die Behandlung mit zwei zugelassenen Medikamenten an, welche beide den Dopaminstoffwechsel beeinflussen:
Ein Medikament ist Levodopa, das in Form einer Tablette oder Kapsel abends vor dem Schlafengehen eingenommen wird.
Das zweite Medikament kommt aus der Gruppe der Dopaminagonisten, welche eine ähnliche Wirkweise haben.

Bei Versagen dieser Therapie kommen auch Opiate in Frage.

Weitere Informationen unter: www.neurologen-im-netz.de

Die Top-Neurologen Münchens

Standorte

UNTERHACHING

Hauptstraße 2
82008 Unterhaching
Tel.: 089 - 4 52 24 36-0
Fax: 089 - 4 52 24 36-50

SOLLN

Wolfratshauser Straße 228
81479 München / Solln
Tel.: 089 - 4 52 24 26-0
Fax: 089 - 4 52 24 26-50

 

Stellenangebot

MFA ODER AUSBILDUNG ZUR MFA

Möchten Sie in einem aufgeschlossenen, innovativen Team als MFA mitarbeiten oder eine Ausbildung zur MFA absolvieren, dann freuen wir uns über eine Bewerbung unter praxismanagement@noSpam.neuropraxis-muenchen.de

 

Ärzte

DR. MED. KARL-OTTO SIGEL

Facharzt für Neurologie

DR. MED. GABRIELE PROKOP

Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie

DR. (Univ. Ferrara) SERENA SCAREL

Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie

DR. MED. RALF KUBALEK

Facharzt für Neurologie

DR. MED. JOACHIM DREWS

Facharzt für Neurologie