Epilepsie

An einer Epilepsie leiden weltweit ca. 1 % der Bevölkerung, 2 bis 5 % aller Menschen haben einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Im Erwachsenenalter überwiegen die Epilepsien mit fokalen Anfällen mit und ohne Entwicklung zu einem großen (Grand mal) Anfall (tonisch-klonischer Anfall). Dem gegenüber stehen bei den erstmals im Kindes- oder Jugendalter auftretenden Epilepsien die generalisierten Anfälle (mit Bewusstlosigkeit) im Vordergrund.

Den Anfällen zugrunde liegen eine Übererregbarkeit des zentralen Nervensystems, dessen Ursache im Einzelnen noch nicht geklärt ist. Bestimmte Umstände (Provokationen) durch Alkoholeinfluss oder Schlafentzug bzw. Fieber können einen Anfall auslösen, und dies auch bei gesunden Menschen. Bei angeborenen Epilepsien findet man oft keine Auslöser. Hier  überwiegt eine familiäre Disposition. Im Erwachsenenalter müssen bestimmte Hirnerkrankungen als Ursache für eine Epilepsie ausgeschlossen werden, so z. B. Durchblutungsstörungen, Tumore oder eine Infektion.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch eine spezielle Kernspinuntersuchung des Kopfes, welche nur in bestimmten, hochqualifizierten radiologischen Praxen in München durchgeführt wird, und mit denen wir eng zusammenarbeiten.

Abgrenzung von Gelegenheitsanfällen

Ganz besonders wichtig ist es, so genannte Gelegenheitsanfälle, zum Beispiel durch Alkoholeinfluss, abzugrenzen. Das isolierte Auftreten eines Anfalls rechtfertigt nicht die Diagnose einer Epilepsie. Diesbezüglich bedarf es einer ausführlichen Anamnese, neurologischen Untersuchung und Durchführung des Elektroencephalogramms, eventuell auch als Schlafentzugs-EEG und einer bildgebenden Diagnostik sowie Laboruntersuchung und internistische Abklärung (EKG/Blutdruck). Diese Untersuchungen einschließlich einer ausführlichen Beratung, auch in Hinsicht auf die Kfz-Tauglichkeit, bieten wir in unserer Praxis an.

Ziel der Therapie mit Medikamenten ist eine anhaltende Anfallsfreiheit. Seit den 80er Jahren gibt es die Standard-Medikamente Carbamazepin, Valproinsäure und Phenytoin, seit den 90er Jahren kam die neue Generation der Mittel mit Gabapentin, Lamotrigin und Topiramat hinzu. Inzwischen wird häufig die nächste Generation von Antiepileptika verwendet (Oxcarbazepin, Levetiracetam, Zonegran). Die Medikamente werden einzeln aber auch als Kombinationstherapie eingesetzt und von uns sorgfältig überwacht.

Wir betreuen in unserer Praxis eine Vielzahl von Epilepsiepatienten, oftmals schon über viele Jahre. Dabei ist uns ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis wichtig. Sie erhalten ausführliches Informationsmaterial und werden zum Führen eines Anfallkalenders angeleitet. Für notfallmäßige Vorstellungen aufgrund eines unvermuteten Anfalles steht unsere Praxis stets zur Verfügung.

Weitere Informationen unter: www.neurologen-im-netz.de

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